Vorsitzenden-Gremium stellt sich der Öffentlichkeit

Donnerstag, den 27. März 2014 um 10:08 Uhr

Gründungskonferenz zur Errichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz informiert über Aufgaben und Ziele einer Pflegekammer, stellt sich den Fragen der Journalisten und berichtigt kursierende Fehlinformationen und Informationsdefizite

(MAINZ) „Als maßgebliche Interessensvertretung für die Pflege setzen wir uns dafür ein, dass die Pflege in unserer Gesellschaft endlich eine starke Stimme erhält“, sagte Schwester M. Basina Kloos, Vorsitzende der Gründungskonferenz zur Errichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz, bei der gestrigen Pressekonferenz in Mainz. Sie und ihre Mitstreitenden aus dem Vorsitzenden-Gremium erläuterten die Notwendigkeit einer Pflegekammer für die Pflegenden und stellten den Zeitplan bis zur Errichtung vor. „Wenn die Vertreterversammlung Anfang 2016 die Pflegekammer konstituieren wird“, so der stellvertretende Vorsitzende Dr. Markus Mai, „dann wird Rheinland-Pfalz das erste Bundesland sein, das eine Kammer schafft. Sie ist damit deutschlandweit Vorreiter.“ Nicht nur zahlreiche Arbeitgeber und Einrichtungsträger begrüßen diese Entwicklung. Auch die Pflegenden in Rheinland-Pfalz haben sich in großer Mehrheit für die Errichtung einer Pflegekammer ausgesprochen. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass, wenn die Pflegekammer kommt, diese ein Tiger mit ganz vielen Zähnen sein wird“, betonte Karola Fuchs, stellvertretende Vorsitzende der Gründungskonferenz und Vorsitzende des Landesfachbereichsvorstandes Gesundheit der Gewerkschaft ver.di im Landesbezirk Rheinland-Pfalz.
Mit ca. 40.000 Mitgliedern wird die Pflegekammer die größte Kammer der Heilberufe in Rheinland-Pfalz sein. Die rechtliche Grundlage für die Pflegekammer bildet die Novelle des Heilberufsgesetz Rheinland-Pfalz. Es wird im Mai in den rheinland-pfälzischen Landtag eingebracht und voraussichtlich noch im Laufe des Jahres verabschiedet. Das Heilberufsgesetz sieht einen stufenweisen Aufbau der Pflegekammer vor. Demzufolge wird ein Gründungsausschuss die Berufsangehörigen registrieren und die wesentlichen vorbereitenden und durchführenden Aufgaben der ersten Kammerwahl wahrnehmen. Außerdem bereitet er die inhaltlichen, sachlichen und personellen Grundlagen einer Pflegekammer mit schlanken Strukturen unter der Rechtsaufsicht des Ministeriums vor.

In der vom Ministerium berufenen Gründungskonferenz zur Errichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz arbeiten schon heute Interessensvertretungen, die einen unmittelbaren beruflichen Bezug zur Pflege aufweisen. Es ist selbstredend, dass die insgesamt 19 Personen zudem ihre Erfahrungen, von Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerseite, einbringen. Das Anliegen, Vertreter aller relevanten Gruppen an einen Tisch zu bekommen, wird seit der ersten konstituierenden Sitzung im Sommer 2013 sehr konstruktiv gelebt.
Ein Hauptziel der Gründungskonferenz ist die Öffentlichkeitsarbeit. Es geht darum, mit den Pflegenden ins Gespräch zu kommen. Deshalb finden seit Jahresbeginn regionale Informationsveranstaltungen statt, die sogenannte die „Gründungskonferenz vor Ort“. In über 100 dieser Veranstaltungen, welche in den verschiedensten Einrichtungen in Rheinland-Pfalz zu Gast sind, kommen die Mitglieder der Gründungskonferenz mit den Pflegenden ins Gespräch. Sie sammeln wesentliche Hinweise seitens der Pflegenden, um die Kammer so zu gestalten, dass sie für die Belange der Pflege einsteht. „Das hohe Interesse der Pflegenden und die rege Beteiligung bestätigen uns in unserem Engagement, eine Pflegekammer zu errichten“, so das einhellige Resümee des Vorsitzenden-Gremiums.
In den Gesprächen vor Ort lassen sich kursierende irreführende Informationen, mit denen die Gründungskonferenz zur Errichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz immer wieder konfrontiert wird, rasch berichtigen und unzureichende Informationen unmittelbar ergänzen.



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