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Deutscher Pflegerat: „Die Interessensvertretung der Pflegefachpersonen kann nur die Pflegekammer sein“

Westerfellhaus: „Das Votum der Pflegefachpersonen wird durch den aktuellen bayerischen Vorschlag ignoriert“

(BERLIN) „Die bayerische Pflegeministerin Melanie Huml ignoriert und missachtet die Interessen und das Votum der Pflegefachpersonen“, kritisierte der Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR), Andreas Westerfellhaus, heute in Berlin.

Westerfellhaus geht dabei auf den Vorschlag der Ministerin zur Gründung einer Pflege-Interessensvertretung für die Pflegekräfte durch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ein und verweist auf eine im Auftrag des Ministeriums erfolgte repräsentative Befragung zur Errichtung einer Pflegekammer. Demnach habe sich jede zweite Pflegekraft in Bayern für eine Pflegekammer ausgesprochen.


Weiter erinnert der DPR-Präsident daran, dass 2011 der damalige bayerische Gesundheitsminister, Markus Söder (CSU), in der Süddeutschen Zeitung deutlich gemacht habe, dass die „größte Gruppe im Gesundheitswesen unbedingt eine eigene Stimme braucht“. Söder: „Mit einer Berufskammer könnten die Pflegekräfte ihre Belange selbst in die Hand nehmen. Es ist die größte ideelle Aufwertung, die die Pflegekräfte erhalten können".

„Wenn man sich jetzt den aktuellen Vorschlag aus Bayern ansieht, dann ist von diesem Anspruch nicht viel geblieben. Die Verweigerung einer Pflegekammer ist ein Beweis für die Konzeptlosigkeit und kommt einem Kniefall vor deren Gegnern gleich“, zeigt sich Westerfellhaus enttäuscht. Den Pflegefachpersonen in Bayern rief er zu, sich dies „nicht bieten zu lassen“.

„Deutlich ist, eine Pflege-Interessensvertretung im Rahmen einer Körperschaft des öffentlichen Rechts kann die Rechte der Pflegefachpersonen nicht im gleichen Maße vertreten, wie dies Aufgabe und zugleich Verpflichtung einer Pflegekammer ist“, gibt Westerfellhaus zu bedenken.

Erste Option könne nur die Bildung einer starken Pflegekammer sein. „Nur mit ihr ist tatsächlich gewährleistet, dass es zu keiner Verwässerung der Interessen der Pflegefachpersonen kommt.“

„Die Pflegefachpersonen müssen das Recht haben, im vollen Umfang die pflegerischen Herausforderungen der Zukunft und ihre darin liegende eigene große Verantwortung selbst mitzubestimmen. Dies kann aus Sicht des Deutschen Pflegerats nur über eine eigenständige Pflegekammer erfolgen“, fordert Westerfellhaus.


Quelle: Deutscher Pflegerat

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Kommentare  

 
-20 #4 RE: Deutscher Pflegerat: „Die Interessensvert retung der Pflegefachperso nen kann nur die Pflegekammer sein“Manuela 2015-02-22 15:40
Auch wenn gebetsmühlenart ig behauptet wird, die Pflegekammer entspräche einem Votum der Pflege, ist es deshalb immer noch nicht wahr. Ein kleiner befragter Kreis hat sich zu 50% für eine Pflegekammer ausgesprochen. Befragt wurden nicht einmal 10% der Pflegekräfte in Bayern! Von diesem Ergebnis ableiten zu wollen, dass "die Mehrheit der Pflege" für eine Pflichtkammer sei, halte ich für sehr optimistisch formuliert.

MFG
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+20 #3 RE: Deutscher Pflegerat: „Die Interessensvert retung der Pflegefachperso nen kann nur die Pflegekammer sein“Martin H. 2015-02-18 16:25
zitiere Christof Oswald:
Was Herr Westerfellhaus klarstellt ist, dass in Bayern das Versprechen, dem Votum der Pflege zu folgen, gebrochen wurde. Das ist Schade, in der Politik aber ja gut gepflegtes Vorgehen.

Sie haben leider völlig recht; hier mal für alle der Link zur Pressemitteilun g des bayerischen Gesundheits- und Pflegeministeri ums STMGP:
http://www.stmgp.bayern.de/aktuell/presse/detailansicht.htm?ID=BTB5ZwrxX0hnSuops3qoPA%3D%3D
Kann nur allen raten, dem STMGP die Meinung zu sagen, ich habe dies bereits getan. Hier ist der Kontakt:
Kontakt

Bayerisches Staatsministeri um für Gesundheit und Pflege
Haidenauplatz 1
81667 München

Postadresse: Postfach 80 02 09, 81602 München

Telefon: +49 89 540233-0
Fax: +49 89 540233-90999
E-Mail: poststelle@stmg p.bayern.de
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+29 #2 Christof OswaldChristof Oswald 2015-02-16 18:55
zitiere manuela:
Korrektur: Nicht jede 2. Pflegefachkraft hat sich für eine Pflegekammer ausgesprochen, sondern jede 2. BEFRAGTE Pflegefachkraft . Die Auswahl der befragten Pflegekräfte erfolgte nicht nach Interessenslage der Befragten!
Nicht alle Pflegekräfte - so auch ich - sind von der Sinnhaftigkeit einer Pflichtkammer überzeugt!

MFG

Sehr geehrte Kollegin Manuela,

die von Ihnen angesprochene Befragung war eine repräsentative Untersuchung. Dies bedeutet, dass entsprechend den statistischen Regeln, das Befragungsergeb nis in hohem Maße auch der Auffassung der Grundgesamtheit (alle beruflich Pflegende in Bayern)entspric ht. Dass Sie als Einzelperson stattdessen Nein zur Pflegekammer sagen, widerspricht dem Resultat in keiner Weise. Ich bin beispielsweise ein Verfechter der Pflegekammer. Was Herr Westerfellhaus klarstellt ist, dass in Bayern das Versprechen, dem Votum der Pflege zu folgen, gebrochen wurde. Das ist Schade, in der Politik aber ja gut gepflegtes Vorgehen.
MfG Christof Oswald
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-33 #1 RE: Deutscher Pflegerat: „Die Interessensvert retung der Pflegefachperso nen kann nur die Pflegekammer sein“manuela 2015-02-13 08:35
Korrektur: Nicht jede 2. Pflegefachkraft hat sich für eine Pflegekammer ausgesprochen, sondern jede 2. BEFRAGTE Pflegefachkraft . Die Auswahl der befragten Pflegekräfte erfolgte nicht nach Interessenslage der Befragten!
Nicht alle Pflegekräfte - so auch ich - sind von der Sinnhaftigkeit einer Pflichtkammer überzeugt!

MFG
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