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Pflegeberufe in Sachsen-Anhalt maßgeblich weiterentwickeln

„Verstärkt Anreize schaffen“ / Einrichtung einer Pflegekammer wird nun diskutiert

(MÜNCHEN/MAGDEBURG) Wege aus dem drohenden Pflegenotstand in Sachsen-Anhalt: Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt die eindeutige Haltung der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt. Es müssten verstärkt Anreize geschaffen werden, um einen Pflegeberuf zu erlernen, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese bezieht sich auf die „Berliner Erklärung“ der gesundheitspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Landtagsfraktionen. Auf ihrer Tagung hatten sie sich mit dem drohenden Fachkräftemangel in der Pflege beschäftigt. Sie forderten zur Steigerung der Attraktivität der Pflegeberufe vor allem ein Pflegeberufegesetz mit einer generalistischen Ausbildung und einer darauf folgenden Spezialisierung für die Alten-, Gesundheits- und Kranken- sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Das erhöhe die Einsatzmöglichkeit zukünftiger Pflegefachpersonen und sorge dafür, dass das Einsatzfeld vielfältiger und reizvoller werde. Der DBfK unterstützt die Initiative der Politiker, weil es gerade in Sachsen-Anhalt aufgrund der demographischen Entwicklung auf absehbare Zeit einen eklatanten Mangel an Pflegefachpersonen geben wird.


Wesentlicher Schritt, um den Fachkräftemangel zu beheben
Die unverzichtbare Aufwertung der Pflegeberufe könne zudem durch die Einrichtung einer Pflegekammer erreicht werden, erklärte Wigbert Schwenke, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt. Derzeit werden die Vor- und Nachteile einer Pflegekammer für Sachsen-Anhalt geprüft. „Mit der Gründung einer Pflegekammer erhalten wir die Chance, dass der Pflegeberuf sich maßgeblich weiterentwickelt. Gerade im Hinblick auf den eklatanten Fachkräftemangel und den demographischen Wandel ist das ein wesentlicher Schritt“, sagt Dr. Marliese Biederbeck, als Geschäftsführerin des DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V. für Sachsen-Anhalt zuständig. Die Diskussion um Pflegekammern wird ganz aktuell in einigen Bundesländern geführt, in zahlreichen repräsentativen Umfragen unter Pflegefachpersonen zeigt sich, dass die Pflegenden sich überwiegend für die Einrichtung einer Selbstverwaltung aussprechen. In Rheinland-Pfalz wird mit dem Votum der Politik voraussichtlich bereits im kommenden Jahr mit der Gründungsphase begonnen.

Pflegekammer in Sachsen-Anhalt: „Weitere repräsentative Befragungen überflüssig“
Die Empfehlung der CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt, weitere repräsentative Umfragen in der Berufsgruppe zu initiieren, hält der DBfK hingegen für überflüssig. „Aus zahlreichen repräsentativen Umfragen liegen bereits positive Ergebnisse vor, so dass weitere Umfragen nicht notwendig sind“, so Dr. Biederbeck. Ein interessantes Ergebnis aus den Befragungen sei, dass, je mehr Pflegende über die Vorteile von Pflegekammern Bescheid wussten, desto positiver standen sie einer berufsständischen Selbstverwaltung gegenüber. „Jetzt müssen endlich Taten folgen, wir müssen uns für die Zukunft der Pflege wappnen“, so Dr. Biederbeck.

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Kommentare  

 
-5 #2 ha8pqRainer 2015-09-28 10:55
Recht hat Sie, die Manuela
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-25 #1 ManuelaManuela 2014-07-11 06:21
Es besteht ein krasser Wiederspruch zwischen der im Text genannten Forderung den Pflegeberuf vielfältiger zu machen und gleichzeitig der Ablehnung vieler Pflegekräfte über ihren Tellerrand hinauszusehen oder erweiterte Tätigkeiten - und damit Verantwortung - zu übernehmen.
Eine Wandlung des Pflegeberufes kann NUR von innen heraus geschehen und NICHT durch eine Pflichtkammer, die letztendlich an der Wurzel aller Probleme in der Pflege niemals ankommen wird.
Ob der Pflegeberuf durch eine Pflichtkammer mit Pflichbteiträge n und der Pflicht sich vor Fremden zu offenbaren mit dem Risiko das Examen bei Nichteinhaltung bestimmter Vorschriften aberkannt zu bekommen, tatsächlich den Pflegeberuf interessanter macht, bleibt abzuwarten.

MFG
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