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Regionale Auftaktveranstaltung der Gründungkonferenz zur Einrichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz

(VALLENDAR) Im Rahmen des Campus-Tages der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) fand die Auftaktveranstaltung der Gründungskonferenz zur Errichtung einer Landespflegekammer für die Region Koblenz statt. Professor Dr. Frank Weidner, Dekan der Fakultät und Mitglied der Gründungskonferenz begrüßte dazu rund 150 Pflegekräfte und Interessierte aus der gesamten Region Koblenz. Während der Veranstaltung berichtete Professor Weidner über den aktuellen Entwicklungsstand, über mögliche Leistungen und Strukturen sowie die Möglichkeiten der Interessenswahrnehmung der zukünftigen rheinland-pfälzischen Landespflegekammer.
"Unser Herzensanliegen ist es, der Pflege zu einer starken Stimme zu verhelfen", sagte Professor Weidner, der im vergangenen Jahr als erster männlicher Preisträger vom Deutschen Pflegerat (DPR) mit dem Deutschen Pflegepreis 2013 ausgezeichnet wurde. Anders als in anderen Berufsständen wie etwa bei Ärzten, Architekten oder Apothekern fehle es an einer institutionell organisierten Interessenswahrnehmung in der Pflegebranche. Eine Pflegekammer könne hier gezielt ansetzen, um sich aus Sicht der Pflege aktiv für einheitliche Standards in der Aus-, Fort- und Weiterbildung oder Versorgungsqualität nachhaltig einzubringen. Dazu wird zurzeit noch das Landes-Heilberufsgesetz, in dem alle Kammern der Gesundheitsberufe geregelt werden, reformiert. Das Gesetz soll noch in diesem Jahr durch den Landtag verabschiedet werden. Im Jahr 2015 sollen dann alle notwendigen Vorbereitungen getroffen werden, so dass die Pflegekammer ab 2016 arbeiten kann. "Wenn wir uns alle ranhalten, wird Rheinland-Pfalz die erste Landespflegekammer in Deutschland einrichten und diese wird dann mit rund 40.000 Mitgliedern gleich die größte des Landes sein!", frohlockte  Professor Weidner. 

Gemeinsam mit Professor Weidner referierte Andrea Kuhn von der Geschäftsstelle der Gründungskonferenz an der Hochschule in Ludwigshafen. Sie erläuterte den Zuhörern den direkten Nutzen, den Pflegekräfte von einer Mitgliedschaft in der Pflegekammer zukünftig erwarten dürfen. Neben einer Rechtsberatung steht dann auch für die Berufsangehörigen eine zentrale Anlaufstelle für nahezu alle fachlichen Fragen auch im Hinblick auf ethische Aspekte zur Verfügung. Mit der Etablierung einer Landespflegekammer wird der Pflege erstmals eine einheitliche und gesetzlich legitimierte Stimme gegeben, um diese künftig in der Gesundheitspolitik zu stärken.

Im vergangenen Jahr haben mehr als 75 Prozent derjenigen Berufsangehörigen, die an der Abstimmung über die Einrichtung einer Landespflegekammer in Rheinland-Pfalz teilgenommen haben, "ja" zur Pflegekammer gesagt. Daraufhin wurde von Gesundheits- und Sozialminister Alexander Schweitzer im Juli 2013 eine Gründungskonferenz eingesetzt. Diese ist mit rund 20 Vertreterinnen und Vertretern überwiegend aus der Pflege besetzt. Ihr sitzt Schwester M. Basina Kloos, Vorsitzende des Vorstands der Marienhaus Stiftung in Neuwied, vor. Die Gründungskonferenz hat unter anderem das Ziel, den begonnenen Dialog mit der Pflegepraxis über die Einrichtung der ersten Landespflegekammer in Deutschland fortzusetzen und zu intensivieren. Nach einer etwa halbjährigen Arbeitsphase der Gründungskonferenz seit dem vergangenen Sommer werden in den kommenden Monaten in der Region Koblenz sowie in ganz Rheinland-Pfalz in vielen Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegewesens Informationsveranstaltungen zum Stand der Entwicklungen und zur zukünftigen Arbeit der Pflegekammer stattfinden.

Die regionale Auftaktveranstaltung fand am 22. Januar 2014 im Rahmen des in jedem Semester stattfindenden Campus-Tages der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV statt.

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Kommentare  

 
-54 #1 SVB Pflege, SozialesMartina Anlasik-Ping 2014-01-27 13:18
ich empfinde die Einrichtung einerPflegekamm er schon seit Jahren als überfällig.Der ganze Hickhack bezüglicher unterschiedlich er Weiterbildungsg esetze und deren Rechtsverordnun gen sind dringend reformbedürftig . Eine einheitliche Weiterbildungso rdnung incl Rechtsverordnun gen , die das Nord-Süd oder das Ost-Westgefälle bezüglich der Anerkennungen von Weiterbildungen und Gehältern.
Während meiner 40-jährigen Berufstätigkeit konnte ich die ersten Anfänge von Weiterbildungsg esetzen 1977 / 78 in Berlin und Hessen kennenlernen und war erstaunt wie ich 1984 nach NRW zurückkehrte und nur die DKG Richtlinien vorfand, die für Mitarbeiter im Krankenhaus bevorzugten und die Leute, die in der Ambulanten und Altenpflege sehr stark benachteiligten . Mittlerweile hat sich diese Situation entspannt, aber trotzdem existieren immer noch Nachteile.
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