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DBfK moniert Hinhaltetaktik im Wahlkampf

Ergebnisse der Pflegekammerbefragung lassen seit Wochen auf sich warten, obwohl sie dem Gesundheitsministerium vorliegen

(MÜNCHEN)  Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) moniert die Hinhaltetaktik des Gesundheitsministers in Sachen Pflegekammer. Die Umfrageergebnisse liegen dem Gesundheitsministerium seit Juli vor, werden aber offenbar gehütet wie ein Schatz. Die Pflegenden indes warten seit Wochen auf die Bekanntgabe des Votums. „Der DBfK gehört den Bündnispartnern zur Gründung einer Pflegekammer an und erwartet zurecht, dass die Pflegenden informiert werden. Hier wird wieder deutlich, dass das Thema Pflege nicht ernst genommen wird. Das zeigt uns: Die Einrichtung einer Pflegekammer in Bayern ist überfällig. Nur mit einer Pflegekammer erhalten wir mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen“, sagt Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V.



Zum Hintergrund: In einer repräsentativen Umfrage sind Pflegende im Auftrag des Bayerischen Gesundheitsministeriums von April bis Juni 2013 in rund 300 Einrichtungen in Bayern zur Pflegekammer befragt worden. Die Befragung hat die Hochschule München in Zusammenarbeit mit dem Umfrageinstitut tns Infratest durchgeführt und bereits abgeschlossen.

Der Wahlkampf geht nun in die heiße Phase. Zeit für eines der drängendsten Probleme der Gesellschaft bleibt dabei offenbar nicht. „Die Pflegenden wollen mehr als leere Versprechungen. Die Fakten müssen auf den Tisch. Es braucht handfeste Lösungen für den drohenden Pflegekollaps“, so Dr. Biederbeck weiter. Bis 2030 fehlen alleine in Bayern bis zu 70 000 Pflegefachkräfte. Aufgrund des Fachkräftemangels in allen Bereichen der Pflege können bereits heute schon viele Menschen nicht mehr ausreichend versorgt werden.

In den Wahlprogrammen der Parteien zur Landtagswahl am 15. September 2013 ist zwar zu lesen, dass sich die Parteien um die Pflegeberufe kümmern wollen. Aber mehr als altbekannte Formulierungen sind da nicht zu lesen. Konkrete Vorschläge, wie das System Pflege künftig finanziert und wie der Fachkräftemangel behoben werden soll, fehlen.

Mit der Selbstverwaltung werden die Angelegenheiten der Pflege in die Hände der professionellen Pflege gegeben. Diese trägt zu einer professionellen und fachgerechten Pflege der Menschen bei, weil die Qualität pflegerischer Versorgung an erster Stelle steht.

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