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Pflegekammer: Diskussion fair und sachlich führen

Pflegende entscheiden über Selbstverwaltung / „Versorgung der Bevölkerung sicherstellen“

(MÜNCHEN) Zu einer fairen und sachlichen Pflegekammerdiskussion rufen die Vertreter der Pflegeberufe auf: Die Gegner einer Pflegekammer in Bayern wie zum Beispiel ver.di und manche Arbeitgeberverbände machen derzeit massiv Stimmung gegen eine Selbstverwaltung. Hintergrund ist die vom Bayerischen Gesundheitsministerium in Auftrag gegebene repräsentative Befragung in der Berufsgruppe. „Es wird schon wieder über die Köpfe der Pflegenden hinweg darüber diskutiert, was gut und was schlecht für uns ist, das lassen wir nicht länger zu“, sagt Dr. Marliese Biederbeck, Vorsitzende der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (Bay. Arge) und Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, DBfK Südost Bayern-Mitteldeutschland e.V.



Die repräsentative Befragung in der Berufsgruppe, die von der Hochschule München zusammen mit TNS Infratest vorgenommen wurde, ist bereits abgeschlossen, erste Ergebnisse werden für Mitte Juli erwartet. Die Politik möchte sich im Zuge einer demokratischen Mitbestimmung der Pflegenden ein Bild darüber machen, wie sie zur Selbstverwaltung steht. Auf Grundlage des Ergebnisses wird die Einführung einer Pflegekammer dann entschieden. „Wir sind die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen. Daher müssen auch die Pflegefachpersonen künftig die zentralen Themen in der Gesundheitspolitik auf Augenhöhe mitgestalten, damit die Versorgung pflegebedürftiger und kranker Menschen in Zukunft sicher ist. Es entsteht jedoch der Eindruck, dass insbesondere eine Gewerkschaft und manche Arbeitgeberverbände der Pflege keine gleichberechtigte Position zugestehen wollen. Die Bedenken auf dieser Seite sind nicht nachvollziehbar. Nur mit den Pflegenden als gewichtige Stimme und starkem Partner können alle Beteiligten gemeinsam zwingend notwendige Veränderungen in Gang bringen", sagt Edith Dürr, Generaloberin der Schwesternschaft München vom BRK e.V. Die Mitgliedsverbände der Bay. Arge fordern dazu auf, die Befragungsergebnisse abzuwarten und die Entscheidung der Berufsgruppe zu respektieren. In vielen anderen Bundesländern ist die Befragung zur Kammer bereits positiv ausgefallen, weitere Bundesländer ziehen jetzt nach.

Die wirklichen Probleme in der Versorgung der Menschen sind indes enorm: „Wir brauchen einen völligen Umbruch im Gesundheitssystem und dazu wird uns die Pflegekammer einen wichtigen Dienst erweisen“, sagt Dr. Marliese Biederbeck, Vorsitzende der Bay. Arge. Die Pflege steht vor einem Kollaps, aufgrund des Fachkräftemangels in allen Bereichen der Pflege können bereits heute schon viele Menschen nicht mehr ausreichend versorgt werden. Tragfähige Lösungen für die Zukunft gerade im Hinblick auf die demografische Entwicklung werden dringend gebraucht. „Wir fordern eine Pflegekammer, weil wir die Versorgung der Bevölkerung auch in Zukunft sicherstellen wollen und müssen. So regelt die Selbstverwaltung unter anderem die Fort- und Weiterbildung und sichert damit die Qualität in der Pflege zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger“, sagt Maria Kober, Leiterin der Caritas Gemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe, Bayern, e.V.

Die Mitgliedsverbände der Bay. Arge fordern

  • eine faire und sachliche Diskussion zur Pflegekammer,
  • die Entscheidung über die Selbstverwaltung dem Berufstand selbst zu überlassen,
  • bessere Rahmenbedingungen für eine menschenwürdige Pflege.

Quelle: Pressemitteilung des DBfK Südost vom 08. Juli 2013

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