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Pflegekammer Jetzt!


Pflegekammer Jetzt! - Selbstverwaltung für eine Bündelung der berufsständischen Interessen der Pflege durch die Pflege!

Repräsentative Befragung in Bayern startet heute

DBfK ruft Pflegende zum Mitstimmen auf

(MÜNCHEN) „Sagen Sie Ja zur Pflegekammer!“: Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ruft alle hauptberuflich Pflegenden dazu auf, sich an der bayernweiten repräsentativen Befragung des Gesundheitsministeriums, die heute startet, zu beteiligen. Mit einer Selbstverwaltung erhoffen sich die Pflegenden mehr Mitsprache und Einfluss auf politische Entscheidungen. „Geben Sie der Pflegekammer Ihre Stimme, damit endlich die Belange unseres Berufes durch unsere Vertreter selbst geregelt werden können", wendet sich Sonja Hohmann, Vorsitzende des DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V. an die professionell Pflegenden in Bayern. Rund 300 Einrichtungen werden bis 15. Juni von der Hochschule München in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungs-unternehmen TNS Infratest befragt. Mit ersten Ergebnissen ist bereits im Juli zu rechnen.



Der DBfK begrüßt und unterstützt die Befragung, mit der sich die Politik ein Bild machen möchte, wie die professionell Pflegenden zur Pflegekammer stehen. Die Befragung, die vielen Aktionen, intensiven Gesprächen und Initiativen nun folgt, werten die Pflegeberufsverbände als einen positiven und wichtigen Schritt. Was das Ergebnis angeht, geben sich die Pflegenden ebenfalls optimistisch: In den anderen Bundesländern, in denen es bereits Umfragen gab, hat sich die überwie-gende Mehrheit für eine Selbstverwaltung ausgesprochen.

Der DBfK sieht mit der Gründung einer Pflegekammer die Chance, dass der Pflegeberuf sich maßgeblich weiterentwickelt – gerade im Hinblick auf den eklatanten Fachkräftemangel und den demographischen Wandel. Jahrzehntelang hat sich nichts verändert, der Einfluss der Berufsverbände auf die Politik und Entscheidungsträger ist zudem sehr begrenzt. „Bis heute sagen andere – Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und Kostenträger – was gut für uns ist. Damit muss jetzt Schluss sein. Lassen wir uns nicht weiter fremdbestimmen von anderen, die meinen, besser zu wissen, was gut für die Pflege ist“, so Hohmann weiter.

Der DBfK informiert alle Pflegenden in Bayern, wirbt um rege Beteiligung und klärt auf, nicht zuletzt hat die Befragung bereits im Vorfeld starken Gegenwind bekommen: „Wenn Sie kritische Gegenargumente hören, prüfen Sie diese gut, meist dienen Sie nicht der Pflege sondern denen, die bisher über die Pflege bestimmt haben. Bei den Kritikern sorgt eine starke Pflege für Unruhe – lassen Sie sich davon nicht irritieren“, so der DBfK in seinem Infoflyer. Die Pflege ist die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen und möchte daher auf gleicher Augenhöhe mit anderen Berufsgruppen stehen. 

Politisch mehr Mitsprache
In der Pflege gibt es viel zu tun: Die Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren massiv verschlechtert. Gleichzeitig kämpfen engagierte Pflegende seit langem vergeblich für mehr Mitbestimmung. Durch eine eigene Standesvertretung erhält die Pflege die Möglichkeit, ihre Interessen auf politischer und gesetz-geberischer Ebene besser zu vertreten und damit mehr Einfluss zu bekommen.

Die Qualität der Pflege sichern
Mit einer Selbstverwaltung wollen die Pflegenden – in Bayern wären dann schätzungsweise rund 120 000 Berufsangehörige Mitglied – die Versorgungs-qualität sicherstellen, Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sein, sie vor unsachgemäßer Pflege schützen, die berufliche Fort- und Weiterbildung sowie die Berufspflichten regeln.

 

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Kommentare  

 
-75 #37 Gerne ZahlerGerne Zahler 2014-03-06 16:46
An Martin N.: Vielen lieben Dank für die Blumen. Dein Kommentar bzgl. bpa hat bei mir zu Erheiterung geführt. Ich habe ziemlich häufig diskutiert zu dem Thema, deshalb bin ich so langsam geübt. Von daher habe ich mich aber auch sehr gründlich mit möglichen Nachteilen einer Kammer auseinander gesetzt und trotzdem oder gerade deshalb bin ich immer noch dafür!!! LG
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-78 #36 RE: Repräsentative Befragung in Bayern startet heuteMartin N. 2014-02-27 18:09
Nach dem was "Susanne" schreibt ist sie wohl eher eine verkappte BPA-Lobbyistin. Also bloß nicht ernst nehmen!
An Gernezahler: Wirklich bewundernswerte Kommentare von Dir. Ich wünschte, dass ich so in Diskussionen mit Kollegen so hätte argumentieren können.
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-75 #35 Gerne ZahlerGerne Zahler 2014-02-24 14:02
Weder nehme ich Dir Deine Kritik übel, noch habe ich etwas zu verbergen.

Im Gegenteil, habe ich viel Zeit dafür verwendet, Dich über Tatsachen aufzuklären, die Dich überhaupt nicht interessieren, weil Du nicht zuhören kannst und nicht logisch darüber nachdenkst, was ich Dir erzähle. Es interessiert Dich offensichtlich nicht, wie die politische Meinungsbildung in der Realität abläuft, oder wie bisher entschieden/ verfahren wird und was sich daran durch eine Kammer ändern würde.

Du kommst immer wieder mit neuen unsachlichen Argumenten, warum Du Dich nicht mit den anderen Pflegenden solidarisieren willst und warum Du keinen monatlichen Beitrag zahlen kannst. Kaum eines Deiner Argumente lässt sich sachlich belegen oder hält Stand, wenn man es tiefergehend mit all seinen Konsequenzen durchdenkt.

Ich bin nicht gekränkt durch Deine "Kritik", ich habe nur einfach keine Zeit und keine Lust mehr, mich damit auseinanderzuse tzen, da Du ohnehin beratungsresist ent bist und dies verschwendete Zeit wäre. Ich bin im Gegensatz zu Dir Vollzeit berufstätig (zu 50% in der Pflege) und habe nicht unbegrenzt Zeit.

Wenn ich Dir jetzt erkläre, dass Körperschaften des öffentlichen Rechts zahlreichen datenschutzrech tlichen Bestimmungen unterliegen und Deine Daten durch technische und organisatorisch e Maßnahmen vor unberechtigtem Zugriff schützen, interessiert Dich das doch sowieso nicht?

Wenn ich Dir jetzt erkläre, dass Du mit Deiner Forderung alle Personen in Bayern (nicht nur die Pflegenden) zu befragen, die Entscheidung wieder nur an Berufsfremde, die keine Ahnung von Pflege haben, abgibst, dringt das nicht zu Dir durch. Wenn ich Dir erkläre, dass das Problem dabei ist, dass die Berufsfremden immer ihre unterschiedlich en Eigeninteressen verfolgen, vergisst Du diese Argumentation gleich wieder.Wenn ich Dir jetzt erzähle, dass sämtliche "repräsentativen Befragungen" nur mit Stichproben und nicht mit der tatsächlichen Gesamtmenge an Personen durchgeführt werden, weil alles andere nicht praktikabel und bezahlbar wäre, willst Du es nicht verstehen.

Wenn ich Dir jetzt erkläre, dass jeder selbst für die Einteilung seines Budgets (für Abos, Mitgliedsbeiträ ge, Kleidung etc.) neben den eigenen Pflichtausgaben verantwortlich ist, oder für die Wahl seines Arbeitgebers, erzählst Du mir etwas anderes. Wenn ich Dir jetzt erkläre, dass ich Dir nicht sagen kann, was Du als nicht Berufstätige zahlen müsstest, da es noch keine Pflegekammer gibt, und jede Kammer ihre eigene Beitragsordung macht, verstehst Du das wohl nicht. Als Beispiel: Bei der bayerischen Landesärztekamm er liegt der Beitrag für Personen ohne Einkünfte bei monatlich 1,33€. Den Beitrag zur Ärztekammer kann man von der Steuer absetzen.

Wenn ich Dir jetzt sage, dass der Bund/ das Land oder die Stadt, sowieso schon Deine Daten hat, nur bisher keine genaueren Infos über Deine Ausbildung und Berufstätigkeit besitzt, verstehst Du das nicht. Du verstehst ja auch nicht, dass eine Kammer nur Informationen zu Deiner Ausbildung und Berufstätigkeit erhebt (und die Einkommensdaten , die zur Erhebung des entsprechenden Kammerbeitrags notwendig sind) und nicht darüber, was Du wann wo einkaufst. Und Du verstehst nicht, dass diese Informationen für Unternehmen relativ uninteressant sind, obwohl es alleine durch logisches Denken deutlich wird, dass solche Informationen niemals auf Rabattkarten im Supermarkt gespeichert sind und dass kein Zusammenhang zwischen Daten, die eine Kammer erhebt und den Daten auf den Rabattkarten im Supermarkt besteht. Wer sich weigert, einer Berufskammer anzugeben, welche Art der Ausbildung er hat und was er arbeitet, der denkt wohl immer noch, dass es keiner Ausbildung fürs berufliche Pflegen bedarf? Dann viel Spaß, falls Du mal gepflegt werden musst und nur von Personen ohne Ausbildung versorgt wirst (oder von Personen mit Ausbildung, die seit 15 Jahren keine Fortbildung mehr besucht haben), weil es keiner kontrolliert, außer Dein profitorientier ter Arbeitgeber. Würdest Du Dich von einem Chirurgen operieren lassen, bei dem das so ist? Diese Informationen über Dich besitzt im Übrigen auch Dein Arbeitgeber, und da bereitet es Dir ja auch kein Problem. Und die Information wieviel Du im Jahr verdient hast, besitzt Dein Arbeitgeber und Dein Finanzamt (Steuerbescheid ) auch bereits.

Von den unverhältnismäß igen Stammtischparol en, die Deiner Meinung nach Argumente sein sollen, mal abgesehen (Zitat "Hauptsache alles wird [...] reglementiert. Und Hauptsache der Vorstand kann sich endlich vom aktiven Berufsleben zurückziehen [...] Dienstwagen? Eigenes Büro? Sekretärin? Das schafft dann noch Arbeitsplätze."). Offensichtlich reicht es Dir einfach nur dagegen zu sein, genauere Ahnung vom Thema zu haben brauchst Du dafür nicht. Es reicht schon, sich ein paar paranoide Befürchtungen aus den Fingern zu saugen.
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+71 #34 RE: Repräsentative Befragung in Bayern startet heutesusanne 2014-02-24 08:33
Wer Kritik übel nimmt, hat etwas zu verbergen.

Helmut Schmidt
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-70 #33 Gerne ZahlerGerne Zahler 2014-02-22 19:19
Wenn jemand die Entscheidung trifft, dann die Politiker im Landtag. Es IST Demokratie, dass die gewählten Vertreter des Volkes die Entscheidung treffen.

Ansonsten verabschiede ich mich hiermit aus der Diskussion, ich habe keine Lust mehr auf dieses Stammtischnivea u. Geh arbeiten, dann kannst Du auch mitreden und Dir auch die 5€ leisten. Ansonsten bekommst Du sie ja bezahlt von den anderen, die in die Sozialversicher ungen einzahlen.

Ich werde jedenfalls gerne die 5€ zahlen und bin mir sicher, dass diese gut angelegt sein werden.
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+72 #32 susannesusanne 2014-02-22 17:51
Die Entscheidung für eine Kammer - ich hoffe immer noch der Kelch geht an uns vorüber - war NICHT DEMOKRATISCH. Hätte ich die Möglichkeit zur Wahl gehabt - wie alle anderen Pflegekräfte auch - dann müsste ich mich einer demokratischen Entscheidung beugen. Wenn man schon nicht weiß, wie viele Pflegekräfte es gibt, bzw. nicht alle Pflegekräfte in Bayern "findet", dann frägt man eben die ganze bayerische Bevölkerung!!! Schließlich soll die Kammer ja nicht nur die Situation für die Pflegekräfte, sondern - so habe ich Dich verstanden - auch die Pflegesituation in ganz Bayern verbessern. Das wäre Demokratie. Aber keine Umfrage eines Instituts und uns wird das als demokratische Entscheidung verkauft!!
Wir Pflegekräfte sind meist Mitglieder einer Glaubensgemeins chaft - müssen das sogar sein, wenn wir für einen kirchlichen Arbeitgeber tätig sind. (Kirchensteuer)
Viele sind Mitglied einer Gewerkschaft (Mitgliederbeit räge)
Dann gibt es noch Berufverbände - Beiträge
Vielleicht noch Mitglied in einem Verein, der einen Bezug zur Pflege hat - vielleicht ein fachspezifische r Verein - Mitgliederbeitr äge
Wer hat nicht mindestens eine Zeitschrift abboniert? Kosten fürs Abbo
Lassen wir mal das weg, was sowieso jeder in Deutschland zahlt - Steuern, Sozialversicher ung - das machen wir ja gerne.
Aber vielleicht haben wir noch Kosten für Fortbildungen, auf die wir gehen - und wenn es nur die Fahrtkosten und Übernachtung und Verpflegung... sind. Also noch mal Kosten
Haben wir schon alles? Bekommt jeder seine Berufskleidung gestellt und gewaschen? Mindestens die Schuhe zahlen wir doch selber oder?
Jetzt kommt also noch die Pflegekammer dazu. Ja, was sind da schon 5 EUR?

Ich war immer der irrigen Meinung, ich gehe zum Arbeiten um Geld zu verdienen? Vermutlich habe ich das Prinzip noch nicht verstanden.
Und das Beste: Neben den Gebühren bekommt die Pflegekammer auch noch KOSTENLOS meine Daten! Wenn der Mitgliedsbeitra g z.B. in Abhängigkeit vom Gehalt gezahlt werden muss, dann weiß die Kammer auch praktischerweis e gleich, wie viel ich verdiene - ist doch schön? Ich bin nur neugierig, wie viel Werbung dann plötzlich bei mir zu Hause ankommt, sobald die "Wirtschaft" die Datenbank der Pflegekammer angezapft hat. Da vermeide ich jede Rabattkarte im Supermarkt, um meine Gewohnheiten bei mir zu behalten - und die Pflegekammer bekommt meine Daten noch zum Geld mit dazu.

Und da soll ich mich damit abfinden?

Was ist mit den Pflegekräften, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Ich bin z.B. Altenpflegerin und zurzeit ohne Beschäftigung. Muss ich dann auch Beiträge zahlen? Oder muss ich nur meine Daten abgeben? Welche Konsequenzen hat eine "nicht Zahlung" oder eine "nicht Abgabe" von Daten? Welches Vergehen begehe ich dann?

Hauptsache alles wird mit der Kammer dann geregelt. Und reglementiert. Und Hauptsache der Vorstand kann sich endlich vom aktiven Berufsleben zurückziehen und sich nur noch der Kammerarbeit widmen - gegen ein "kleines" Honorar - dessen Höhe sicher auch schon feststeht. Dienstwagen? Eigenes Büro? Sekretärin? Das schafft dann noch Arbeitsplätze.

5 EUR pro Person (kann man das eigentlich von der Steuer absetzen?) scheinen wenig - aber wenn man überlegt, dass viele große Lebensmittelges chäfte in Deutschland mit einer Gewinnspanne von unter 1% des Umsatzes sich eine goldene Nase verdienen - dann versteht man schnell - auch Kleinvieh macht Mist - und wie!

Nochmal - ich weiß ich wiederhole mich - aber ich habe die schlechte Angewohnheit, dass ich grundsätzlich gefragt werden möchte, ob und für was ich mein Geld ausgebe und wem ich Informationen über mich mitteile.

Und Demokratie habe ich in der Schule auch anders gelernt.
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-70 #31 Gerne ZahlerGerne Zahler 2014-02-22 09:52
Susanne, warum hörst Du mir nicht zu? In Kommentar Nr. 26 wird diese Frage bereits beantwortet.

Dies ergibt überhaupt keinen Sinn! Berufsverbände gibt es bereits! Diese sind bereits zentralisiert: siehe http://www.bay-arge-pflege.de/index.php?mid=10

Eine Kammer ist kein Berufsverband! Die Rechte und Pflichten die eine Kammer hat, können gesetzlich nur einer Institution zugesprochen werden, die ALLE vertritt!

Eine Kammer in der nur die "Freiwilligen" Mitglied sind, ist keine Kammer. Sie wird von der Politik nicht ernst genommen werden und muss vor gesetzlichen Entscheidungen, die die Berufsgruppe betreffen, nicht angehört werden. Politiker müssten ihr keine Auskunft geben.Sie würde von der Öffentlichkeit genau wie die Bay.Arge nicht beachtet werden. Sie würde nicht genug Etat zur Verfügung haben.Sie würde keine Befugnis dazu haben, die Aus-, Fort- und Weiterbildung besser zu strukturieren. Sie könnte keine verbindlichen Anordnungen für die Praxis machen. Sie würde keine verlässlichen Daten liefern und keine Aussagen über alle Pflegekräfte in Bayern ermöglichen. Eine Kammer, in der nicht alle Mitglied sind, wäre keine Kammer, sondern ein Berufsverband, den wir ja bereits seit langer Zeit haben.

Wenn Du keinen Grund dazu siehst, irgendetwas zu ändern und weiterhin möchtest, dass die Politiker, Kranken- und Pflegekassen, die MDKs und die Ärzte eine stärkere Stimme haben als wir und alleine darüber bestimmen, was wie mit unserer Berufsgruppe und den Pflegebedürftig en gemacht wird, wenn es Dir egal ist, was da geschieht, hauptsache Du hast 5€ mehr Netto im Monat (viel höher schätze ich den Kammerbeitrag nicht ein), wenn Du weiterhin den Berufsfremden Deine beruflichen Entscheidungen anvertrauen willst... dann bleib doch bei Deiner Meinung!

Die Mehrheit hat schon entschieden und würde sich in einer Abstimmung unter allen bayerischen Pflegekräften sicher erneut so entscheiden. Das ist Demokratie, manchmal wird man überstimmt, und muss sich dann damit abfinden.
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+72 #30 SusanneSusanne 2014-02-22 08:06
Warum können wir das zur Abwechslung nicht einmal so machen: Statt schöner Worte und Versprechungen - es wird eine Pflegekammer gegründet. Die beweist erst mal, zu was sie in der Lage ist und wirbt gleichzeitig um Mitglieder - im Sinne von TATEN und Information und Aufklärung. Wer sich angesprochen fühlt und meint, in einem Verbund Vorteile für die Pflege zu sehen, der tritt bei.
Oder es wird eine Pflegekammer gegründet, die wiederum erst mal durch ÜBERZEUGUNG und TATEN zeigt, wozu sie in der Lage ist. Wer dies dann auch so sieht und beitreten möchte, der bezahlt zur Unterstützung der Kammer den Betrag, der es ihm wert ist ein Kammermitglied zu sein.
Man könnte ja noch einen Bonus für alle zahlenden Mitglieder einrichten: Nur wer zahlt, bekommt z.B. aus erster Hand Informationen die berufspolitisch interessant sind.
Grundsätzlich will ich damit sagen, zur Abwechslung könnte doch eine Kammer, die etwas von uns Pflegekräften will (so sehe ich das jedenfalls im Moment, denn ich habe keine Kammer gerufen und gesagt "hallo ich brauche Dich jetzt"), nun diese Kammer könnte doch in Vorleistung gehen und uns beweisen, dass eine Kammer uns (und natürlich den zu Pflegenden) Nutzen bringen würde. Wenn die Gründer/Befürworter einer Kammer schon so von ihrem Konzept überzeugt sind, sollte das doch nicht allzu schwer sein. Ich finde es ziemlich anmaßend, sich hinzustellen und zu sagen "hey, ich will für Dich was Gutes bewirken, gibt mir Dein Geld, Deine Daten - natürlich kostenlos - Deine Stimme und ich werde für Dich machen, was ich Dir heute verspreche. Bin ich aber einmal gegründet (die Kammer), gibt es keinen Weg mehr zurück. Dann bleibe ich erhalten.

Ist das nicht ein bisschen viel von uns verlangt?
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-69 #29 Gerne ZahlerGerne Zahler 2014-02-21 14:42
An Susanne (Fortsetzung): Bei der Befragung in Bayern wurden die Befragten entsprechend der ermittelten Grundgesamtheit ausgesucht. Genaueres kannst Du unter http://www.hm.edu/allgemein/aktuelles/news/newsdetail_81537.de.html nachlesen. Ich weiß nicht, wie Du auf die Idee kommst, dass überwiegend Personen in verantwortungsv ollen Positionen befragt wurden? Dann könnte das Ergebnis nicht als repräsentativ gelten. Aufgeklärt wurden die Befragten zuvor mit einer Broschüre vom bayerischen Gesundheitsmini sterium (siehe unter http://www.bestellen.bayern.de/application/stmug_app000025?SID=1540895792&ACTIONxSESSxSHOWPIC%28BILDxKEY:stmug_gesund_00038,BILDxCLASS:Artikel,BILDxTYPE:PDF%29). In den Bundesländern finden Befragungen statt, damit es keine „Zwangssolidari sierungen“ gibt, wie Du befürchtest, sondern demokratisch legitimierte. Viele überarbeitete Pflegekräfte fangen leider erst an, sich überhaupt mit dem Thema auseinanderzuse tzen, wenn sie befürchten, zu etwas gezwungen zu werden. Zu Deiner Forderung nach Aufklärung: Zu dem Thema wird seit 20 Jahren (!) aufgeklärt, und trotzdem geben noch 37% der Befragten in Bayern an, einen niedrigen Informationssta nd zum Thema zu haben. Sollen sie etwa „zwangsinformie rt“ werden? Wie viele Jahre soll noch aufgeklärt werden, bevor man um eine Positionierung bitten darf? Und wer soll diese „Aufklärungsarb eit“ zusätzlich zu den Kosten einer Befragung bezahlen?
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-71 #28 Gerne ZahlerGerne Zahler 2014-02-21 14:40
An Susanne: Alle Hintergründe zum Thema können auch mir nicht bekannt sein - genau wie man auch in der Pflege niemals alles über einen Pflegebedürftig en wissen kann und die pflegerische Einschätzung immer ein revidierbares Urteil bleiben muss. Aber ich kenne mich ganz gut aus.
Du schreibst es sei problematisch, dass jede Interessenvertr etung versucht, die Informationswei terleitung in eigenem Interesse zu steuern. Warum hältst Du das für problematisch? In einer Pflegekammer wären es die Interessen der Pflegenden. Ich denke es ist in unser aller Interesse, dass Pflegebedürftig e menschenwürdig versorgt werden können. Auch wir selbst können einmal pflegebedürftig werden, so wie jeder Mensch. Wer weiß das besser als wir? Wir besitzen das Fachwissen, wie dies bewerkstelligt werden kann. Es ist auch in unserem Interesse, dass wir, wenn wir auf fachlich hohem Niveau pflegen, dafür auch angemessen ausgebildet und entlohnt werden und unter angemessen Bedingungen arbeiten. Warum soll es verwerflich sein, wenn wir unsere Interessen nach außen hin vertreten? Jede andere Berufsgruppe tut das auch. Speziell die Heilberufe, die bereits verkammert sind, können mit mächtigerer Stimme als wir ihre Interessen vertreten, obwohl sie uns zahlenmäßig unterlegen sind. Eine Pflegekammer würde hier endlich ein Gleichgewicht schaffen. Aktuell haben wir keine Interessensvert retung, die für uns alle sprechen kann – deshalb kämpft auch niemand wirklich für die Durchsetzung unserer gemeinsamen Interessen. Die Gesellschaft will eine menschenwürdige und qualitativ hochwertige Pflege, aber möglichst wenig dafür ausgeben. Die Kostenträger wollen es möglichst billig. Die Arbeitgeber, die versuchen rentabel oder profitabel zu wirtschaften, wollen es auch möglichst billig. Die Pflegebedürftig en wollen die bestmögliche Pflege. Und wir, sind diejenigen, die diese widersprüchlich en Ansprüche miteinander vereinbaren und dabei auch noch auf unsere eigenen Bedürfnisse achten müssen. Wir sind diejenigen, die am ehesten wissen können, wie man dies möglich machen könnte. Und wir sind auch diejenigen, die nicht nach ihrer Meinung gefragt werden, dazu wie man unseren Beruf und die Ausbildung attraktiver machen oder die Pflegequalität verbessern könnte, ohne eine Kostenexplosion zu verursachen. Wir sind die Experten und haben keine Stimme. Warum soll es gut sein, wenn nur die anderen ihre Interessen vertreten und dabei behaupten „nur das Beste“ für uns zu wollen? Wir selbst wissen doch viel besser was gut für uns wäre, als es die Berufsfremden wissen.
Die Angabe mit den drei Prozent war eine grobe Schätzung. Ich hatte mich dabei auf eine Diplomarbeit bezogen (http://www.dip.de/datenbank-wise/bewertungen/detail/?no_cache=1&tx_dipwise_pi2[uid]=414). Die dort an einer Stichprobe ermittelten Zahlen (331 befragte Personen) hatte ich aber falsch in Erinnerung – es waren 9%, nicht drei. In dieser Arbeit wurde auch Genaueres dazu ermittelt, warum so wenige Pflegende in Berufsverbänden Mitglied sind - als einer der Hauptgründe neben den Kosten wurde genannt, dass der berufspolitisch e Einfluss zu gering sei. „Am häufigsten geben die Pflegenden an, dass sie in einen Berufsverband eintreten würden, wenn folgende Punkte erfüllt wären: mehr Transparenz von Aktivität und Nutzen der Verbände, die Interessen der Pflegenden müssten vertreten werden und die Verbände müssten größeren Einfluss haben.“ (Seite 97). Dies alles wäre bei einer Kammer erfüllt. Die Kammer muss Tätigkeitsberic hte veröffentlichen , vertritt die Interessen ALLER Pflegenden (und nicht nur der Altenpflege, der Fachkrankenpfle ge, der Kinderkrankenpf lege oder der im Berufsverband Organisierten) und hat viel stärkeren berufspolitisch en Einfluss als ein Verband. Ich stimme Dir zu, dass man aktuell häufig meint für sein Geld „nichts“ zu bekommen, bin mir aber sicher, dass man bei einer Pflegekammer im Vergleich einen Mehrgewinn hätte – und das vermutlich zu einem insgesamt günstigeren Preis als eine Verbandsmitglie dschaft plus freiwillige Registrierung. Du kannst nicht aus der Verbandsmitglie dschaft ableiten, ob die Person pro oder contra Kammer ist?!?
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