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Pflegekammer Jetzt!


Pflegekammer Jetzt! - Selbstverwaltung für eine Bündelung der berufsständischen Interessen der Pflege durch die Pflege!

Stimmungsbild: Diskussionsveranstaltung in Mainz

(MAINZ) Das Ministerium für Soziales, Alter, Gesundheit und Demografie in Rheinland-Pfalz macht die weitere Entwicklung rund um die Pflegekammer von der Befragung abhängig, mit der dort in Kürze ein Stimmungsbild zur Kammer bei den Pflegenden eingeholt werden soll. In einer Inforrmationsveranstaltung stehen sich auf Einladung des Ministeriums am 20. Februar ab 15:00 im Erbacher Hof in Mainz Befürworter und Gegner der Pflegekammer gegenüber und diskutieren über das Für und Wieder der Verkammerung.

Informationen zur kostenlosen Veranstaltung gibt es hier als PDF zum Download.

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Kommentare  

 
+5 #3 RE: Stimmungsbild: Diskussionsvera nstaltung in MainzMichael Dewes 2013-02-17 14:44
Mich überrascht, daß Sie als Pflegender (womöglich in Rheinland-Pfalz?) erst kürzlich - und dann auch nur "beiläufig" - von den Bestrebungen zur Verkammerung der Pflege in RLP Kenntnis erhalten haben.
Es wundert mich umso mehr, als zu dem Thema viel und offen diskutiert wurde, und mit Malu Dreyer als damalige RLP-Gesundheitsmini sterin eine prominente Fürsprecherin der Sache medial präsent war.

Aber es bleibt ja allen, die sich berufspolitisch interessieren frei,sich zu registrieren und mit Nein zu stimmen.

Mit freundlichen Grüssen,
Michael Dewes
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+5 #2 RE: Stimmungsbild: Diskussionsvera nstaltung in MainzM.S. 2013-02-16 16:07
Weir sich auch nur etwas berufspolitisch interessiert hat und einschlägige Fachzeitschrift en liest, weiß, dass seit Jahren in allen einschlägigen fachzeitschrift en über das Thema Pflegekammer diskutiert wird. Es wurden auch immer wieder fakten veröffentlicht, was in den einzelnen Bundesländern geschieht.Es ist nicht das erste mal,, dass angestellte Beschäftigte verkammert werden sollen. Alle Ärzte, die im Krankenhaus z.B. arbeiten sind in einer Ärztekammer ihres jeweiligen Bundeslandes.Eine Kammer ist für angestellte und freiberufliche Tätige angelegt.In der Tat gibt es schon viele( zu viele) Regelungen zu pflegerischer Arbeit-Leider sind fast alle Regelungen ohne die tatsächliche Mitwirkung der Pflegenden initiiert worden.Eine Kammer würde die Pflegenden endlich von einer Fremdbestimmung befreien und die Mitglieder hätten es in der hand, sich an Entsacheidungen zu beteiligen.
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-6 #1 RE: Stimmungsbild: Diskussionsvera nstaltung in MainzG.G 2013-02-15 20:07
Sehr geehrte Damen und Herren,

erst kürzlich wurden wir als Betroffene „beiläufig“ gewahr, dass es seit längerem Bestre-bungen zur Bildung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz gibt. Nur durch intensives Nach-forschen wurden die Tragweite und Auswirkungen dieser „Verkammerung“ bewusst:

Im Gegensatz zu den bestehenden Kammern für Ärzte, Apotheker und Psychotherapeut en sollen erstmals angestellte Berufsangehörig e zur Mitgliedschaft in einer Kammer verpflichtet werden. Nicht nur, dass die meisten Pflege- und Pflegehilfskräf te in den unteren und mitt-leren Gehaltsgruppen angestellt sind; der überwiegende Anteil arbeitet in Teilzeit. Viele arbeiten mittlerweile z. B. im pädagogischen Bereich, andererseits übernehmen viele „Quer-einsteiger“ seit vielen Jahren Aufgaben in der Pflege. Eine Zwangsmitglieds chaft generell und nur aufgrund einer Ausbildung erscheint zumindest fraglich und müsste rechtlich überrüft werden.

Die vorgesehenen Aufgaben der Kammer wie Qualitätskontro lle, Berufsaufsicht, Weiter-bildung etc. sind bereits jetzt „gelebte Berufsausübung“ für alle angestellten Pflegekräfte und werden zusammen mit den Arbeitgebern (in deren Verantwortung als Einrichtung das auch bleiben muss!) mehr als erfüllt. Es gibt den „Pflege-TÜV“, Zertifizierunge n, Berufsverbände, Forschungseinri chtungen für Pflege etc. und noch mehr Bürokratie führt sicherlich nicht zu einem attraktiveren Berufsbild!

Diese Zweifel müssen im zuständigen Ministerium bereits bekannt sein, da von dort die weitere „Verkammerung“ an eine Befragung der betroffenen Mitglieder gebunden haben:

Diese Abstimmung gestaltet sich aber zur Farce, wenn eine komplizierte Registrierung die Voraussetzung für eine Teilnahme ist, wenn die Informationen über die Folgen (Zwangsmit-gliedschaft) viel zu spät und unzureichend zur Verfügung gestellt werden und die Abstim-mung nur mit „Ja“ oder „Nein“ der „Interessierten Pflegekräfte“ erfolgt! Der Verdacht eines „Wunschergebnis ses“ ist nicht von der Hand zu weisen.


/ 2
Seite 2 zum Schreiben an Landesregierung vom 15.02.13:


Das Ministerium hat diese Abstimmung in Auftrag gegeben und hat das weitere Vor-gehen an das Ergebnis gebunden und wir fordern:

• Den Zeitrahmen für die Abstimmung erheblich zu erweitern, um
• ausführliche und umfassende, auch für Nichtjuristen verständliche Informationen an alle Betroffenen geben zu können,
• auf die Registrierung und Zwangsmitglieds chaft aller Pflegekräfte zu verzichten,
• und das Ergebnis an eine qualifizierte Mehrheit zu binden (z. B. Teilnahme 75 % aller Betroffenen!)
• Sollte an dieser undemokratische n Abstimmung nach Interessenlage festgehalten werden, gestatte ich keine Registrierung und Weiterverwendun g meiner Daten
• Werde ich mich einer Zwangsmitglieds chaft mit allen Mitteln widersetzen.

Ich bin dankbar für jede Anerkennung unserer Berufstätigkeit und Aufwertung des Berufs-bildes. Ich fürchte jedoch das Aufblühen einer weiteren „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ mit Posten und Pöstchen, mit Referenten und Juristen, die immer weitere büro-kratische Auflagen produzieren und die Verantwortung für kompetente Pflege von den Einrichtungen auf die angestellten Pflegekräfte verlagert!

Ich bitte Sie deshalb, auch im Anbetracht der angestrebten Befragungstermi ne, um eine zeitnahe Stellungnahme.


Mit freundlichen Grüßen
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