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Pflegekammer Jetzt!


Pflegekammer Jetzt! - Selbstverwaltung für eine Bündelung der berufsständischen Interessen der Pflege durch die Pflege!

Dienstleistungsgewerkschaft Rheinland-Pfalz mobilisiert gegen Pflegekammer

(MAINZ) Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Rheinland-Pfalz plant, alle Beschäftigten in der Krankenpflege gegen die Einrichtung einer Pflegekammer aufzubringen. Dazu gehe man ab heute in einem offenen Brief, der sich laut Angaben der Dienstleistugnsgewerkschaft wohl nur an die Krankenpflegenden richtet, auf Konfrontation zur Ministerin Malu Dreyer. Diese hatte angekündigt, mit einer Befragung in der Berufsgruppe die Zustimmung zu einer Pflegekammer zu objektivieren und daraus die politische Legitimation der Errichtung einer Selbstverwaltung abzuleiten.  Die stellvertretende ver.di-Landeschefin Andrea Hess stellt der Pflegekammer hingegen ihre Daseinsberechtigung in Abrede: „Wir brauchen keine weitere Verlagerung öffentlicher Aufgaben. Das bringt zusätzliche unnötige Bürokratie und erhöht den Einfluss von kommerziellen Leistungsanbietern und Standespolitikern.“

Warum der Einfluss der kommerziellen Leistungsanbieter durch die Einrichtung einer Pflegekammer gestärkt würde und was gegen besser aufgestellte Standespolitik in der Pflege einzuwenden sei, lässt Hess genauso offen wie die Frage, warum ver.di in Rheinland-Pfalz den Altenpflegenden keine Mitsprache zugesteht. Der angekündigte offene Brief stand bis her noch nicht öffentlich zur Verfügung.

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Kommentare  

 
-4 #9 VerdiHelmut Hagspiel 2013-03-06 19:53
Bei keiner Berufsgruppe hat eine Gewerkschaft solche verschlechterun gen im Laufe von 20 Jahren zugelassen.
Verdi ist zu groß, und hat keine Augen für die Pflege. Besser wäre eine Kleine Gewrkschaft unter dem Dach von Verdi, sie wäre Schlagkräftiger und besser als eine grosse Gewerkschaft.
Hier müssen die Kräfte der Pflegenden, durch Pflegende gebündelt werden.
In der Pflege wird schon zu viel fremdbestimmt!
Verdi könnte hier ein Signal gegen eine Pflegekammer setzen und endlich mal was gute und Richtiges für die Pflegenden machen.
Pflegekammer : Geldmaschine für einige Sesselpupser, die sich immer höhere Gehälter genehmigen und ei9ne neue Bürokratie für die Pflegenden erschaffen. Forciert von einer Landesregierung , die schon längst den Bezug zur Realität verloren hat, aber auch einer schlechte Opposition, die die Pflegekammern noch verschlimmbesse rn will
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+2 #8 Bitte keine Pflegekammer!Thomas Matz 2013-01-06 10:55
Wenn man sieht was eine Pflegekammer darf und soll muss die Frage erlaubt sein für was man sie braucht?
Menschen zu gewinnen den anspruchsvollen und oft belastenden Beruf einer Pflegekraft zu wählen wird eine Pflegekammer nicht erleichtern. Da Gehaltserhöhung en nicht in der Macht der Pflegekammer liegen wird, wird eine Zwangsbeitragss chaft den tatsächlichen Effekt haben das Nettogehalt nochmals zu reduzieren! Die Argumente, dass dadurch nur studierte möchtegern Funktionäre profitieren, die so der tatsächlichen Pflegesituation entfliehen wollen sind ja schon genannt worden. Was die Pflege aber tatsächlich braucht ist ein verbesserter Rückhalt der gesetzgebenden Politik, um wirklich Missstände rasch angehen zu können. Aber eine Pflegekammer wird der Politik nur die Möglichkeit geben sich gut aussehen zu lassen, da sie eine Pflegekammer ja unterstützt hat. Dann kann die Politik in Zukunft noch leichter argumentieren die Pflege müsse sich über ihre Vertretung selbst um eine Verbesseung der Berufsbedingung en kümmern. Doch die schlechten Arbeitsbedingun gen wie den unattraktiven Schichtdienst bei viel zu schlechter Bezahlung kann eine Pflegekammer gar nicht verändern. Junge Menschen wollen oftmals viel individueller und freier leben als früher (möglich war). Die zwangsweisen Schwesternwohnh eimzeiten sind vorbei (Gott sei Dank), aber die Versorgung von Patienten und Pflegebedürftig en ist immer noch an 365 Tagen rund um die Uhr zu gewährleisten. Und sind wir doch ehrlich, die 4 jährige Bachelorpflegek raft wird sich auch nicht mehr freuen in der Silvesternacht, statt mit Freunden zu feiern, für einen geringen Lohnzuschlag (wenn überhaupt gezahlt) arbeiten zu müssen. Auch müssen wir doch der Realitat ins Auge sehen, dass für die tatsächlich zu erbringenden Leistungen in der Pflege das Sozialsystem unseres Staates nicht mehr die Mittel aufbringen kann. Alleine diese Tatsache macht ein Pflegekammer, die wieder nur Ressourcen kostet und an der Pflegebasis nichts bringen wird zur Farce.
Ich befürchte wirklich das eine Pflegekammer für die Pflegekräfte am Bett eher Kosten statt Nutzen bringen wird und individuelle Lösungen in den Betrieben, durch bürokratische Vorgaben, eher erschwert statt, zum Wohle der Pflegenden, erleichtert werden.
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+5 #7 Mathias MannMathias Mann 2012-08-01 07:28
Pferdefuß der Pflege: Zersplitterung in viele kleine Mitgliedsverbän de, die so harmonisch agieren wie die Pflegekräfte benachbarter Stationen – gar nicht. Eher arbeitet man gegeneinander und wacht eifersüchtig darüber, dass es „den anderen“ nicht besser geht, als einem selbst. Es fehlt an Solidarität.
Solidarität hat auch die Gewerkschaft (erst ÖTV, jetzt ver.di) in 60 Jahren nicht schaffen können. Wo sonst wurde in einem Berufszweig in dem ein extremer Personalmangel festgestellt wurde (Anfang der 90er) noch weiter reduziert und das bei stagnierenden Einkommen? Seit 1995 wurden rund 50.000 Pflegestellen in bundesdeutschen Kliniken abgebaut, während gleichzeitig die Zahl der hauptamtlich tätigen Klinikärzte um 20 Prozent gestiegen ist. Heute müssen in den Kliniken pro Jahr etwa eine Million Patienten mehr als 1995 medizinisch versorgt und pflegerisch betreut werden (Pflege-Thermometer 2007).
Kann eine Pflegekammer helfen, solidarischer zu werden? In erster Linie dient sie dazu, die beruflich Pflegenden zu registrieren, das Examen abzunehmen und Fort- und Weiterbildungen zu organisieren – d.h. die Pflege zu professionalisi eren. Wenn sie dazu noch mit den Standesorganisa tionen der Ärzte, Anwälte und Handwerker verglichen wird macht dies der Gewerkschaft natürlich Angst – wer von diesen Berufsgruppen ist in der Gewerkschaft organisiert?
Auch die hochgelobte Professionalisi erung der Pflegekräfte hat diese bislang nicht weitergebracht. Es werden Expertenstandar ds und Assessmentinstr umente kreiert, das 100ste Lehrbuch für Pflege verfasst und die Pflegebedürftig keit diagnostiziert – und auf Station vergammeln die Patienten. Die Pflegekräfte leiden stumm vor sich hin, erfüllen die geforderten Verwaltungs-, DIG- und Clinical Pathway-Vorgaben und niemand solidarisiert sich mit den Kollegen auf der Nachbarstation, dass es so nicht weitergehen kann.
Für die Gesundheitswirt schaft war es ein Leichtes, Pflegepersonal abzubauen. Dieses hat schon immer alles kompensiert. So wurden wenigstens die Kuchenstücke für Ärztelobby und Pharmaindustrie nicht kleiner.
Aber es soll ja besser werden. Bald bekommen wir Verstärkung aus Osteuropa und Fernost. Vielleicht können die uns zeigen, was Solidarität ist? Eine Pflegekammer ist gut und wichtig, aber ob sie uns aus dem o.g. Dilemma hilft??
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+6 #6 Pflegekammer bringt die Pflege weiter...B. Kittel 2012-07-31 17:44
...nur ganz bestimmt nicht mit den derzeitigen Akteuren in den sog. Spitzenverbände n der Pflege. Allen voran zu nennen die Ehrenvorsitzend e des DPR, die in ihrer Amtszeit vor allem eines vorangetrieben hat, ihre Deutsche PatientenHotel GmbH: http://www.deutsche-patientenhotel.de. Es gäbe noch viele ähnliche Beispiele, doch diese lenken von der Ursprungsdiskus sion zu sehr ab.

Wenn eine Kammer die Berufsaufsicht übertragen bekommen würde gäbe es zwar (Gott-sei-Dank) keine "Vorbehaltstätig keiten", dafür aber eine Steuerung und Kontrolle fachlicher Qualifikationen über zu Regelungen zu Fortbildung, über Zugangsvorausse tzungen und auch Weiterqualifizi erungen könnten im Interesse der Pflegenden geregelt werden.

Außerdem könnte die gesundheitspoli tisch favorisierte Importware "Billigpflegende aus Osteuropa" nonchalante uninteressant werden.
Über die Berufsaufsicht würde ebenfalls festgelegt, wer über die Erlaubnis zum Tragen der Berufsbezeichnu ng bestimmt. Heute ist es immer ein Arzt.
Wer aber sonst neben den Pflegenden sollte ein Interesse daran haben, dass unsere Berufsgruppe eigenständig wird und sich selbst verwaltet? Neben der Ärzteschaft formiert sich jetzt auch noch die Dienstleistungs gewerkschaft verdi gegen eine Verkammerung, obwohl sie eigentlich nichts zu befürchten hätte. Im Gegenteil, würde verdi endlich einmal Tarif- und Gehaltsverhandl ungen für die Pflegenden führen, wie sie der Marburger Bund für seine Ärzte führt, könnte sich verdi - trotz einer Pflegekammer - vor einer Mitgliederschwe mme kaum retten.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihr selbst hättet es mit einer Pflegekammer in der Hand mitzuentscheide n von wem ihr wie verwaltet werden möchtet. Dafür brauchen wir keine Gewerkschaften, Berufsverbände oder DPRs, die uns sagen was für uns gut oder schlecht ist.

Am schlechtesten ist es aber in die eigenen Reihen zu treten und über Kolleginnen / Kollegen her zuziehen, die sich für eine akademische Ausbildung entschlossen haben. Liebe Frau Stiller, bevor Sie weitere Unverschämtheit en über unseren Berufsstand verbreiten, wäre es sehr hilfreich sich einmal einen Überblick über die Funktionen, Hierarchien und Abhängigkeiten in deutschen Krankenhäusern zu verschaffen. Wenn Sie einmal in dieser Ebene arbeiten, dann werden Sie sehr schnell feststellen, dass es nicht nur die Interessen einzelner zu vertreten gilt, sondern das erträgliche Maß einer ganzen Maße zu sichern gilt. Das nennt sich auch Verantwortung tragen. Und damit macht man sich normalerweise nicht beliebt.
Es ist eigentlich ziemlich egal welche Ausbildung eine Pflegedienstlei tung genossen hat - die Leitungsfunktio n ist dieselbe und das was bei der Wahrnehmung dieser Funktion "heraus kommt" oftmals auch.
Hören sie doch auf auf Akademiker zu schimpfen. Wie sind denn beispielsweise Expertenstandar ds entwickelt worden? Diese waren zu einem großen Teil theoretische Arbeit, die uns originäre Qualitätsdefini tionen erbracht haben. Heute wollen wir sie alle nicht mehr missen - aber auch die daran beteiligten und interessierten Denker nicht!
Und noch eines zum Abschluss für Sie Frau Stiller: Für eine Sterbegeldversi cherung und auch für politische Bildung brauchen wir ganz sicher keine Gewerkschaften. Und Arbeitsrechtssc hutz habe ich auch selbst organisiert - unabhängig und neutral versteht sich.

Es ist ein Gefühl des Fremdschämens bei mir eingetreten.

B. Kittel
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+13 #5 Helmut MüllerHelmut Müller 2012-07-31 17:05
Endlich haben alle im Landtag RLP vertretenen Parteien eingesehen, daß Pflege ein eigenständiger, unverzichtbarer Bestandteil im Versorgungsgesc hehenist.Die Errichtung einer Pflegekammer und damit gesicherte Gleichstellung mit den anderen im Heilberufegeset z RLP erwähnten Berufsgruppen st erreicht.Und dann stellen sich Pfegende hin und beschimpfen Kollegen, die sich der Mühe eines Studiums unterzogen haben!!
Da frage ich mich, ist dieser Berufsgruppe noch zu helfen??
das ver.di reflexhaft gegen eine Verkammerung ist, ist hinlänglich bekannt. Dabei haben kammer und Gewerkschaften völlig unterschiedlich e Aufgaben. Wenn ver.di ihre Aufgaben erledigt hätte, dürfte es eigentlich keine Klagen über unzureichende Bezahlung derberuflich Pflegenden mehr geben!!
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+2 #4 @Elke StillerAdmin 2012-07-31 16:03
Davon, dass eine Behauptung ungeprüft in den Raum gestellt wird, wird sie nicht richtiger.die Rechtsberatung und - versicherung und die Haftpflichtvers icherung sind Bestandteil einer Mitgliedschaft z.B. im DBfK .
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-13 #3 RE: Dienstleistungs gewerkschaft Rheinland-Pfalz mobilisiert gegen PflegekammerElke Stiller 2012-07-31 07:52
Ich glaube nie und nimmer, dass eine Pflegekammer die Pflege weiter bringt. Das wird wieder so eine Arbeitsbeschaff ungsmassnahme für die "studierten Pflegewissensch aftler", Leute, die sich einen Furz für Pflege und Patienten interessieren, wenn überhaupt, nur theoretisch.
Das wird genau so ein Schuss in den Ofen wie die Pflegeverbände, die in den Medien komplett unsichtbar sind. Alles völlig überflüssig.
Was die von der Fachhochschule anrichten sieht übrigens man sehr schön in den Pflegedienstlei tungen, wo alle hübsch sitzen und die Klappe halten, bzw. ihren ehemaligen Kolegen in den Rücken fallen, damit ihr Pöstchen auch sicher bleibt.
Da lobe ich mir die Gewerkschaft. Da bekommt man für seinen Beitrag Unterstützung, wenn es Knatsch mit dem Arbeitgeber gibt, Rechtsberatung, wenns hart auf hart kommt auch einen Anwalt. Eine Sterbegeldversi cherung ist im Beitrag drin, Angebote zur allgemeinen und politischen Bildung und und und.
Organisiert das erst mal, und vor allen Dingen werdet erst mal in der Gesellschaft wahrnehmbar. Glückauf.
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+9 #2 B.ZiegerAdmin 2012-07-31 06:27
Die Basis hat die Macht - nun wäre es an der Zeit, diese auch zu nutzen und sich für die eigenen Belange einzusetzen. Verdi instrumentalisi ert die Pflegenden, um die eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen. Die Argumentation der Gewerkschaft basiert dabei auf bewusst falschen Äußerungen. So kann man natürlich auch Politik machen.
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-9 #1 RE: Dienstleistungs gewerkschaft Rheinland-Pfalz mobilisiert gegen PflegekammerWilli H 2012-07-31 05:06
Eine Pflegekammer für Krankenpflege und Altenpflege, ist sicherlich ein "nettes" Ziel.
Nur ... warum brauchen wir das wirklich???

Wir von der Basis Krankenpflege und Altenpflege haben doch fast die ganze Macht in der Hand.
Wenn wir von der Krankenpflege und Altenpflege zum Psychiater gehen und auf Burn out gehen, dann sind wir ein paar Monate Krank ...

Dann denken bestimmte Damen und Herren schneller, sehr viel schneller. Denn dann ist die Kake am dampfen

gruss
Willi Altenpfleger
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