(DÜSSELDORF) Pflegende können im Krankenhaus Aufgaben von Ärzten übernehmen, wenn sie ihrerseits von pflegefremden Aufgaben entlastet werden. Das geht aus einem Forschungsbericht des in Düsseldorf ansässigen Deutschen Krankenhaus Institutes (DKI) hervor. Das DKI hat die Neuordnung der Aufgaben des Pflegedienstes im Auftrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft untersucht. Demnach könnten Aufgaben an Pflegende übertragen werden, die derzeit noch von Ärzten durchgeführt werden. Zugleich würden Pflegende von geringer qualifizierten Tätigkeiten entlastet. Dafür müssten Pflegende ihre Führungskompetenzen entwickeln und auch Verantwortung für geringer qualifiziertes Personal übernehmen. Die Forscher des DKI sehen darin einen Attraktivitätsgewinn für die Pflegeberufe. Im Fazit schlussfolgert die Forschungsgruppe, dass sich die Neuordnung von Aufgaben nicht nur auf den ärztlichen oder den Pflegedienst beschränkt, sondern die gesamte Prozesskette betrachtet werden müsse. So würden sich aber auch Entlastungen für beide Berufsgruppen ergeben. Für die Untersuchung wurden die Pflegedienstleitungen von 421 Krankenhäusern nach delegationsfähigen Tätigkeiten vor allem im grundpflegerischen Bereich befragt.